Zu Gast beim Kardinal-Höffner-Kreis im Landtag

Am 16. März war ich Gast beim Kardinal-Höffner-Kreis im Landtag von NRW zu Gast. Thomas Sternberg, zum einen langjähriger CDU-Landtagsabgeordneter und zum anderen neugewählter Präsident des Zentralkomitee der deutschen Katholiken diskutierte mit den Gästen zum Thema „Kirche – Gesellschaft – Politik. Christliche Positionierungen unter neuen Bedingungen.“ Es war ein spannender Abend.

Wenn ich mir aber meine Arbeit für verschiedene Bistümer anschaue, dann geht es weniger um christlichen Positionierungen in der Politik, um die Frage, was einem der katholische Glaube bei der Meinungsbildung zu TTIP, Sterbehilfe, Flüchtlingspolitik oder Abtreibung sagen kann. Meine alltägliche Referenzwissenschaft zur Theologie ist die Ökonomie, die „Wissenschaft der Knappheit“. Was nun Knappheit für den eigenen theologischen Anspruch heißt, dass muss an unterschiedlichen Stellen erörtert werden: Wenn in kath. Krankenhäusern die Mittel für die Sterbebegleitung nicht refinanziert werden können, wenn Bistumsfinanzen sich langsam am Horizont zu Ende neigen scheinen, wenn eine veränderte Ehrenamtskultur dafür sorgt, dass ortskirchliche Strukturen geschwächt werden etc. pp. Wegbeten lässt sich das alles nicht, aber ohne eine wirkliche theologische Reflexion können all diese Herausforderungen nicht bearbeitet werden.

Gleichzeitig hat die Ökomonie auch den Anspruch, die Wege zu beschreiben, mit denen Ziele am wirkungsvollsten erreicht werden. Das heißt in Kirche auch neue Wege zu gehen und Innovationen freien Lauf zu lassen.

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