Zu Gast beim Gründer- und Unternehmerforum der sdw in Berlin

Als Alumnus des Studienförderprogramms der Stiftung der dt. Wirtschaft war ich am 1.-2. Oktober 2016 Gast auf dem Gründer- und Unternehmerforum des sdw-Alumni-Vereins in Berlin. Mit erster Gründererfahrung ergaben sich spannende Netzwerkmöglichkeiten in die Berliner-Start-up-Szene. Beeindruckt hat mich die Umtriebigkeit der Teilnehmer, die alle mindestens eine Geschäftsidee vorantreiben: Es scheint, als hätte der Job als Start-up-Entrepreneur in Berlin für begabte und engagierte  BWL-Absolventen heute durchweg mehr Attraktivität als der eines Frankfurter Investmentbankers oder eines Münchner Unternehmensberaters.  In Gesprächen geht es immer um die verkrustete Industrie und die Chancen neuer Geschäftsmodelle, gerade mit digitalem Rückgrat. Auch wenn von den ca. 100 Teilnehmern der Statistik folgend 90 mit ihrer Idee scheitern werden, werden  dennoch 10 Firmen, die wirtschaftlich nachhaltig Impulse setzen.

“Diese Wirtschaft tötet” – Diskussionsabend von BKU und AEU

Am 15. Juni 2016 veranstaltet der Bund katholischer Unternehmer (BKU) und der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer (AEU) einen Vortrags- und Diskussionsabend zur Globalisierung. Das bekannte Zitat von Papst Franziskus wurde dem Abend vorangestellt. Ich werde die Moderation von einer der 4 Arbeitsgruppen übernehmen. Dabei geht es um die Frage „Hat die Globalisierung unser Leben in Deutschland bzw. in der Welt verbessert?“ Herzliche Einladung!

Fail fast, fail cheap! – Auch Scheitern will gelernt sein

Für einen Gastvortrag war ich am 30.01.16 im MBA-Kurs zu “International Entrepreneurship” von Stefan Heinemann zu Gast. Eigentlich kann ich akademisch gesehen zu dem Thema nicht viel sagen, aber ich habe Erfahrung darin, wann und wie man bei einem Start-up richtig die Reißleine zieht.

Im Jahr 2013 habe ich mit zwei guten Freunden die Firma “Daily Duty” gegründet. Online haben wir Toilettenpapier verkauft. Ethisch einwandfrei, das war unser Kundenversprechen: “Die Spendenrolle von DailyDuty -Verantwortungsbewusstes Toilettenpapier für ein gutes Gewissen am Ende der Nahrungskette”. Die Geschäftsidee war grundsätzlich ganz gut und hatte Charme. [PDF]

Trotzdem hat sich nicht der Erfolg eingestellt, den wir uns erhofft hatten. An manchen Ecken war unser Geschäftsmodell einfach nicht durchdacht, an manchen Stellen hätten wir auch einfach mehr Engagement zeigen sollen. Lange Rede, kurzer Sinn: Ein knappes Jahr nach dem Start haben wir alles für einen recht kleinen Betrag an den Biohof einer Freundin verkauft, aber auch dort ist die Idee nicht groß geworden. Im Rückblick war unser Startup-Ausflug eine doch recht günstige Erfahrung, Investitionen in Zeit und Geld hielten sich in Grenzen, getreu der goldenen Regel der Unternehmensgründung: “Fail fast, fail cheap!”

Aus der Perspektive kann ich Studierenden doch einiges über Unternehmensgründung erzählen, auch wenn ich kein florierendes Kleinunternehmen mein Eigen nenne. Zusammen danach zu suchen, warum etwas schief gegangen ist, kann ganz lehrreich und unterhaltsam sein. Es verwundert ja auch nicht, dass mit Fuckup Nights 2012 eine weltweite Bewegung entsteht, in der junge Gründer selbstbewusst über ihre gescheiterten Unternehmensgründungen berichten: Eine “Kultur des Scheitern” als Grundlage für Erfolg.