Kita als Lernort des Glaubens – einheitlicher Orientierungsrahmen für pastorale Arbeit vereinbart

Als Ergebnis der ersten Projektphase des Projektes “Kita – Lebensort des Glaubens” wird im Bistum Münster ein einheitlicher Rahmen für die pastorale Arbeit in den Einrichtungen entwickelt. Als wissenschaftlicher Projektmitarbeiter am Lehrstuhl für Qualität und Ethik im Gesundheitswesen an der UMIT in Österreich von Prof. Dr. theol. Michael Fischer war ich zu Beginn der Projektes an der ersten Evaluationsphase beteiligt.

Kita-Trägerschaften und Verwaltungsentlastung

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift KVI im Dialog (1/2016) findet sich ein Artikel von mir über die Trägerschaft und Verwaltung konfessioneller Kitas. Es wurde in den Bistümern und Landeskirchen in Deutschland und Österreich nachgefragt, ob und wie sich die Trägerschaft der konfessionellen Kitas ändert. Welche Entwicklungen gibt es? Welche Rechtsformen werden für neue Träger gewählt?

Ein Schwerpunkt der Studie lenkt den Blick auf die beträchtliche Anzahl an Bistümern und Landeskirchen, die ganz bewusst die Trägerschaft auf der ortskirchlichen Ebene belässt. Um dabei Ehrenamtliche und Seelsorger von der wachsenden Verwaltungsarbeit zu entlasten, sind hier ganz unterschiedliche Wege zu beobachten. Wie wird hier sichergestellt, dass die Kita-Verwaltung fachgerecht erbracht werden kann? Welche Unterstützung erfährt die Ortskirche?

Mit entsprechendem Passwort kann der Artikel hier in Vollversion heruntergeladen werden.

Viel Freude beim Lesen!

Verwaltungsentlastung von Pfarrern

Das Erzbistum Köln hat 2014 mit einer Befragung herausgefunden, dass die leitenden Pfarrer im Bistum durchschnittlich  25 Stunden pro Woche mit Verwaltungsaufgaben beschäftigt sind (PDF). Um diesem entgehen zu wirken und mehr Freiräume für die Seelsorge zu schaffen, werden sogenannte Verwaltungsleitungen eingestellt.

In einer kürzlich veröffentlichen Studie habe ich gezeigt, welche Wege bei der Verwaltungsentlastung der Pfarrer die 27 Bistümer in Deutschland gehen. (PDF) Faktisch alle Bistümer denken darüber nach, dem Pfarrer eine Verwaltungsfachkraft zukünftig zur Seite zu stellen, die Wege dahin sowie die Rollen- und Aufgabenzuschreibungen sind aber zum Teil sehr unterschiedlich.

In mehreren Workshops in unterschiedlichen Diözesen in Deutschland und Österreich habe ich in den letzten Wochen die Fragen einer Verwaltungsentlastung diskutiert. Es zeigt sich deutlich, dass die konkrete Aufgabenabgrenzung und Leitungsverantwortung der Verwaltungspersonen einen erheblichen Einfluss auf die zukünftige Rolle der Pfarrer hat. Ebenso ist genau zu reflektieren, wie verhindert werden kann, dass nicht der Eindruck entsteht, ehrenamtliches Engagement wäre in manchen Bereichen nicht mehr gefragt. Zusammengefasst: Warum sollen Verwaltungspersonen kommen? Wo liegt die pastorale Motivation? Bestimmt nicht darin, „Löcher zu stopfen“, dieses wäre alles andere als nachhaltig. Neben den offensichtlichen Fragen wie Aufgabenabgrenzung, Anstellungsträgerschaft etc. scheint dieses wichtig in der Konzeption zu sein.